Die Geschichte des Polizei-Schieß-Sport-Club Dinslaken

Gründung des Polizei-Schieß-Sport-Club Dinslaken

Am 04. April 1973 hatte der jetzige Ehrenvorsitzende Horst Schmelt die Idee, innerhalb der Kreispolizeibehörde Dinslaken eine Schießsportgruppe zu gründen. Der ehemalige Leiter der Schutzpolizei, Herr Hans Ohliger, war von der Idee begeistert.
Es meldeten sich 11 Polizeibeamte: Helmut Bruch, Leo Grimm, Friedhelm Kolp, Hermann Korthauer, Siegfried Mattschnigg, Jürgen Müller, Bernd Pollack, Ernst Remien, Horst Schmelt, Bodo Thier und Herbert Zellmann.
Das damalige Oberkreisdirektor Dr. Griese, genehmigte mit Schreiben vom 15.05.1973 die Aufstellung einer Schießsportgruppe und die Teilnahme an den Rundenwettkämpfen des Rheinischen Schützenbundes und den Polizeilandesmeisterschaften.
Die organisatorische und sportliche Betreuung wurde Horst Schmelt übertragen.\r\nHorst Schmelt hatte durch Verhandlungen mit der Kyffhäuserkameradschaft Dinslaken erreicht, dass die Schießsportgruppe der Polizei sowohl den Schießstand als auch die Waffen der Kyffhäuserkameradschaft benutzen konnte.
Die 11 Beamten trafen sich im Kleingartenrestaurant Neue Weiden und gründeten den Polizei-Schieß-Sport-Club Dinslaken e.V.. Der Gründungsvorstand bestand aus folgenden Mitgliedern:

Vorsitzender:   Leo Grimm
Kassierer:   Hermann Korthauer
Schriftführer:  Friedhelm Kolp
Sportwart:  Horst Schmelt

Der Verein öffnete sich nun für alle Bürger.

Eine traurige Erfahrung

Der Schießstand der Kyffhäuserkameradschaft war lange nicht genutzt worden und in einem äußerst schlechten Zustand. nach erfolgter Besichtigung wurde in Abstimmung mit den Kyffhäusern beschlossen, die Arbeiten in eigener Regie zu übernehmen und auszuführen.
Einige der Beamten hatten gute Freunde als Handwerker, die bereit waren, kräftig mit anzupacken. So entwickelte sich ein Team, das in kurzer Zeit den Schießstand wieder hergestellt und nutzbar gemacht hat.
Der Schießstand wurde durch einen Schießstandsachverständigen abgenommen und der Schießbetrieb konnte beginnen. Die Mitgliedschaft im Rheinischen und im Deutschen Schützenbund wurde beantragt. Der Polizei-Schieß-Sport-Club Dinslaken war geboren.
Bereits nach kurzer Zeit machte der PSSC Dinslaken eine traurige Erfahrung. Nach Fertigstellung der Schießanlage Neue Weiden stellte der Reservistenverband Ansprüche auf die wiederhergestellte Schießanlage. Gespräche zwischen den Reservisten, der Kyffhäuserkameradschaft und dem PSSC Dinslaken führten zu keinem Ergebnis.
Der BSV Friedrichsfeld Alter Emmelsummer baute zu dieser Zeit einen neuen Schießstand, der schon fast fertiggestellt war. Traurigen Herzens verließen die Mitglieder des PSSC Dinslaken die Schießanlage Neue Weiden und nahmen das Angebot des BSV Friedrichsfeld gerne an. Der PSSC Dinslaken hatte eine gute Wahl getroffen.
Jahre der guten Freundschaft und Kameradschaft setzen sich fort. Der PSSC Dinslaken konnte beim BSV Friedrichsfeld noch viel über Vereinsarbeit lernen. Mit dem Bau der Eissporthalle in Dinslaken sollte sich für den PSSC Dinslaken allerdings einiges ändern.

Der Schießstand in der Eissporthalle Dinslaken

Der damalige Bürgermeister Karl Heinz Klingen, rief die Schützen- und Sportschützenvereine der Stadt Dinslaken zusammen und regte an, unter den Tribünen der geplanten Eissporthalle eine Schießanlage zu errichten. Die Vereine nahmen den Vorschlag auf und gründeten die Interessengemeinschaft Dinslakener Schützen- und Sportschützenvereine, deren Vorsitzender Host Schmelt wurde. Die Gemeinschaft sollte den neuen Schießstand betreiben.
Die Schießanlage wurde nach den Vorstellungen und Vorschlägen der Interessengemeinschaft gebaut und fertiggestellt, so dass der Schießbetrieb durch die angeschlossenen Vereine aufgenommen werden konnte.
Nachdem einigen Vereinen die Kosten der Unterhaltung zu hoch wurden, verlegten sie ihren Schießbetrieb wieder zurück auf ihre vereinseigenen Anlagen. Somit löste sich die Interessengemeinschaft Dinslakener Schützen- und Sportschützenvereine auf und es erfolgte die Löschung aus dem Vereinsregister beim Amtsgericht Dinslaken.
Damit war auch für den PSSC Dinslaken eine weitere Nutzung der Schießanlage in der Eissporthalle nicht mehr möglich und er wurde erneut herzlich beim BSV Friedrichsfeld aufgenommen.
Bürgermeister Karl Heinz Klingen und seine Mitstreiter waren über diese Entwicklung nicht erfreut woraufhin sich Herr Klingen mit Horst Schmelt, der inzwischen den Vorsitz des PSSC übernommen hatte, in Verbindung setze. Es wurde eine Zusammenkunft mit Vertretern aus dem Rat, der Verwaltung und dem Sportausschuß der Stadt Dinslaken getroffen, in der eine für den PSSC Dinslaken realisierbare Regelung gefunden werden konnte. Die Schießanlage in der Eissporthalle wurde die Heimat des PSSC Dinslaken.
Es folgten mehr oder weniger ruhige Jahre mit vielen sportlichen Erfolgen für den PSSC. Ein Höhepunkt war sicherlich die Feier zum 25-järigen Jubiläum des Polizei-Schießsport-Club im Jahre 1998. Zu diesem Anlass konnte sich der ansonsten eher auf den sportlichen Bereich ausgerichtete PSSC erfolgreich für die Ausrichtung des traditionellen Kreiskönigschießens bewerben. Erstmalig fand diese Veranstaltung in einer Halle und nicht unter freiem Himmel statt. Die einzigartige Akustik beim großen Zapfenstreich beeindruckte alle Anwesenden. Viele Jahre später ist diese bis dahin einzigartige Veranstaltung noch immer im Schützenkreis im Gespräch.
Im Jahr 1999 übernahm der bis dahin stellvertretende Vorsitzende Eckhard Lauer von Horst Schmelt das Ruder des PSSC-Dinslaken.
Ein massiver Wassereinbruch hatte zwischenzeitlich den Schießbetrieb auf dem rechten Schießkanal nicht unerheblich behindert, dieser konnte erst einige Jahren später wieder uneingeschränkt aufgenommen werden. Dafür wurde der gesamte rechte Schießkanal komplett neu aufgebaut. Beide Kanäle erhielten im Zuge dieser Maßnahmen auch einen modernen Stahllamellen-Geschoßfang, der die alte Variante aus Putzwollballen ersetzte.

Eis-Sporthalle Dinslaken gemeinnützige GmbH

Ende Dezember 2005 erhielt Eckhard Lauer vom damaligen Kämmerer Jörg Dehm einen Anruf, in dem dieser den Plan der Stadt Dinslaken zum Abriss der gerade einmal 25 Jahre alten Eis-Sporthalle erklärte. Noch zwischen den Feiertagen kontaktierte Eckhard Lauer alle in der Eishalle ansässigen Vereine, ein Interessenverein zum Erhalt der Halle wurde gegründet. Nach monatelangen Verhandlungen konnte dann der Verein „Eis-Sporthalle Dinslaken“ sich gegen Mitbewerber durchsetzen und die Halle erwerben. Dafür war aber vorab eine Umwandlung in eine „gemeinnützige GmbH“ erforderlich, an der der PSSC Anteilseigner wurde. So konnte der Abriss der Halle in letzter Sekunde verhindert werden.


Um die finanzielle Last überhaupt schultern zu können, schloss sich der PSSC zum Betrieb der Schießanlage mit dem Dinslakener Schützenverein „DSV Hol drop“, der bereits in der Vergangenheit die Räumlichkeiten auf Mietbasis genutzt hatte, zusammen. Der PSSC und Hol drop betreiben seitdem gemeinsam und gleichberechtigt den Schießsportbereich in der Eis-Sporthalle Dinslaken als Gemeinschafts-Schießsportanlage.

Im Leistungssport angekommen

Im Jahr 2015 gelang es den Schützen des PSSC in der Disziplin Luftpistole erstmalig in der Vereinsgeschichte, mit der ersten Mannschaft in die Landesoberliga aufzusteigen. Gleichzeitig konnte der PSSC - ebenfalls erstmalig - eine Mannschaft mit der Sportpistole in der Landesliga platzieren. Die Leistungen der ersten Luftpistolenmannschaft waren so überzeugend, dass diese zur Relegation zur Rheinlandliga, auf die nur noch die Bundesliga folgt, antreten konnten. Hier gelang der sofortige Durchmarsch in die höchste Liga im Rheinischen Schützenbund.   

Im Verlauf des Jahres 2015 wurde endlich auch der linke Schießkanal komplett modernisiert und dem technischen Aufbau des rechten Kanals angepasst. Dies erfolgte ausschließlich in Eigenleistung durch die Mitglieder des PSSC und der tatkräftigen Mithilfe einiger Kameraden des DSV Hol drop. Im Zuge dieses finanziellen Kraftaktes erhielten beide Kanäle auch endlich eine Freigabe für Kurzwaffen bis 1500 Joule auf die 25 Meter-Distanz durch die Kreispolizeibehörde Wesel. Auf dem rechten Kanal können nun auch auf der 50 Meter-Distanz Unterhebelrepetierer geschossen werden.